Die Einstellung

Gastronomie ist kein Branche sondern eine Einstellung


Die „ 4 M´s “ ,ein Titel eines meiner Seminare, beschreibt recht genau meine Einstellung zur Gastronomie. „ Man muß Menschen mögen.“ Es soll sicher Leute geben, die diese etwas romantische Darstellung für etwas weltfremd halten – genau diese Leute sollten jetzt einfach weiter lesen.

 

Nach einem meiner Vorträge wurde ich von einer jungen Dame gefragt, ob man die 4 M´s lernen könne. Darauf antwortete ich mit einem deutlichen „ Jain! “ Ich beantworte diese Frage auch heute noch mit einer Gegenfrage :

Kann man eine soziale Einstellung lernen? “ Ich habe schon viele Meinungen zu diesem Thema gehört wie z.B. :

Es gibt Dinge die kann man nicht lernen.“ Des weiteren sprachen sie dann von Begabung und Talent. Das kann ich nicht bestätigen.

Es gibt sicher viele denen es leichter fällt, auch in den unmöglichsten Situationen, ruhig zu bleiben und noch ein freundliches Lächeln aus dem Hut zaubern. Oder die typischen „ Felsen in der Brandung “ , die auch bei 80 Gästen an der Theke nicht den Überblick verlieren. Genau von diesen Menschen kann man das auch lernen. Denn auch sie wurden nicht als Fels in die Gastronomie geboren. Erfahrung ist eines wichtigsten Punkte und wenn man eine gewisse Genugtuung darin findet, das man dazu beigetragen hat, einem anderen Menschen ein paar schöne Stunden zu verschaffen, ist es der richtige Weg zum Erfolg.

Man muß Menschen mögen. Dann kann eigentlich nichts schief gehen. Wenn ich Menschen mag und ich auch an schlechten Tagen nicht viel Mühe habe anderen etwas gutes zu tun, dann habe ich die besten Voraussetzungen für einen guten Gastronomen.

Ich persönlich empfand es oft als ungemein angenehm, wenn ich an Orten gearbeitet habe an denen ich umgeben war von fröhlichen Gästen die am Feiern waren oder ihren Urlaub genossen haben. Natürlich war es oft auch sehr hart aber es gibt sicher auch schlimmere Orte oder? Wenn ich mir so manche Büros anschaue... oder immer die gleichen Gesichter sehen müsste. Und es gibt sicher auch viele Orte an denen es wesentlich weniger gutgelaunte Mensch gibt.

Es ist die Einstellung die man lernen kann. Zugegeben – das geht nicht von heute auf Morgen. Und es bedeutet auch, das ein gewisses Interesse an Fachwissen da sein sollte. Dennoch ist es nur ein Handwerkzeug. Fachwissen gibt einem das Selbstvertrauen. Das Vertrauen in sich auf fachlicher Basis. Die Einstellung entsteht erst durch die Benutzung dieses Werkzeugs.

Ich habe schon mit Menschen gearbeitet die weder sehr fachlich versiert waren noch hatten sie viel Selbstvertrauen. Dennoch haben Sie es geschafft, wie selbstverständlich 99% ihrer Gäste glücklich zu machen. Wie geht das also? Nur mit der richtigen Einstellung. Diese überaus freundliche Ausstrahlung und fürsorgliche Unbekümmertheit dieser Persönlichkeiten, begeistert mich auch heute noch. Aber solche Menschen gibt es leider nicht wie Sand am Meer. Nun aber zurück zum erlernen der Einstellung. Ich möchte auch nicht zu viel über meine Seminar-Inhalte ausplaudern aber andeuten kann ich sie ja.

 

Das richtige Werkzeug ist also z.B. das Fachwissen. Mit dem Fachwissen und dem dadurch entstehenden Selbstvertrauen wird ein jeder bald lernen die richtige Einstellung zu finden. Ein Beispiel dazu ist, den Gast richtig verstehen zu wollen. Nicht jeder will oder kann sich in einen Gast hineinversetzen und zwischen den Zeilen lesen, was dieser Gast nun tatsächlich haben möchte oder sich vorstellt.

Was bleibt am Ende über? Ein unzufriedener Gast. Ein evtl. gestresster Koch und ein frustrierter Kellner. Das ist nicht die richtige Einstellung.

Wie hätte dieses Dilämmer verhindert werden können?

Dieses ist nur eine von vielen Situationen denen wir in der Gastronomie ständig ausgesetzt sind und jedem der bis hierher gelesen haben sollte, auch bekannt vorkommt.

Ich möchte Ihnen gerne behilflich werden um solche Situationen weitestgehend einzuschränken.